Begleitende Veranstaltungen
Oper im Aufbruch – Gattungskonzepte des deutschsprachigen
Musiktheaters um 1800
ein internationales und interdisziplinäres Symposion
Berlin, Universität der Künste,
29. September bis 2. Oktober 2004
Geplant und durchgeführt vom DFG-Projekt „Die
Oper in Italien und Deutschland 1770-1830“ (Musikwissenschaftliches
Institut der Universität zu Köln) und der UdK Berlin
Anläßlich der ersten modernen Wiederaufführung
von Joseph Weigls Oper „Die Schweizer Familie“ durch
Studierende der Berliner Universität der Künste (UdK)
veranstaltet das an den Universitäten Köln und Bonn
beheimatete DFG-Projekt „Die Oper in Italien und Deutschland
1770?1830“ vom 29. September bis zum 2. Oktober 2004 im
Kammersaal der Berliner UdK (Fasanenstraße 1B) ein interdisziplinär
ausgerichtetes Symposion zum Thema „Oper im Aufbruch –
Gattungskonzepte des deutschsprachigen Musiktheaters um 1800“.
Die Tagung befaßt sich in fünf, sowohl musik- als auch
literaturwissenschaftlich ausgerichteten Sektionen mit einer der
wegweisenden, zugleich wohl heikelsten Phasen der Entwicklungsgeschichte
der deutschen Oper. In den Jahren um 1800 war diese einerseits
von der Orientierung an ausländischen, namentlich den übermächtigen
französischen und italienischen Mustern geprägt, andererseits
sah sie sich mit dem von ästhetisch-publizistischer Seite
immer lauter werdenden Ruf nach einer nationalen Eigenständigkeit
konfrontiert. Trotz dieser erdrückenden Rahmenbedingungen
ist in der deutschsprachigen Oper dieser Jahre eine Aufbruchstimmung
auszumachen, die sich insbesondere durch wachsende Lust am formalen
wie auch strukturellen Experimentieren auszeichnete und zu deren
Exponenten etwa Peter von Winter oder Joseph Weigl zählten.
Neben der grundsätzlichen Problematik des Wandels von Operngattungen
um 1800 sowie der Frage nach der Etablierung der Gattung Oper
speziell in Deutschland rücken die vielschichtigen internationalen
Wechselbeziehungen, insbesondere die französischen und italienischen
Einflüsse ins Zentrum des Interesses. Ein weiterer Schwerpunkt
wird auf der Bedeutung des Singspiels sowie der Rolle Joseph Weigls
und seines Wiener Umfeldes für die weitere Entwicklung eines
deutschsprachigen Musiktheaters um die Jahrhundertwende liegen.
Kontakt: DFG-Opernprojekt, Dr. Mignon Wiele, Dr. Marcus Chr.
Lippe, Musikwissenschaftliches Institut der Universität zu
Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln, Tel.: 0221-470-2249,
Fax: -4964, Email: oper-im-aufbruch@uni-koeln.de
Homepage: www.opernprojekt.uni-koeln.de
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